Krankmeldung aus dem EU-Ausland in Deutschland

Viele wissen nicht, dass man sich auch aus dem Ausland in Deutschland krankschreiben lassen kann. Ein Krankenschein aus dem Ausland für die deutsche Krankenkasse ist durchaus möglich.

In Deutschland kennt man den typischen gelben Krankenschein, oder genauer die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Man erhält immer ein Exemplar zur Vorlage bei der Krankenkasse und ein Exemplar zur Vorlage beim Arbeitgeber.

Auf diesen Krankenschein wird vom Arzt attestiert, dass und wie lange man arbeitsunfähig ist. Außerdem ist der Name der Krankenkasse, der Name des Versicherten, die Versichertennummer und natürlich der Stempel des Arztes auf diesem Krankenschein zu finden. Weiterhin ob es sich um eine Erstbescheinigung oder um eine Folgebescheinigung handelt.

Krankenschein beim Arbeitgeber vorlegen

Wann man diesen Krankenschein spätestens beim Arbeitgeber abgegeben haben muss, steht wahrscheinlich im Arbeitsvertrag oder in den tariflichen Bedingungen. Bei vielen Arbeitgebern reicht es, wenn der Krankenschein am 3 Tag bei ihm auf dem Tisch liegt. Selbstverständlich sollte man seinen Arbeitgeber aber so früh es geht über die Krankschreibung informieren, da er ja eventuell umdisponieren muss.

Es gibt aber auch Arbeitgeber, die von ihrem Arbeitnehmer verlangen, dass Eine Krankschreibung ab dem ersten Tag der Krankheit erfolgen muss. Anderer Arbeitgeber räumen hier eine Karenz ein, z.b. dass man zwei Tage ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung daheim bleiben darf. Auch dies hängt von denen Tarifbedingungen und dem individuellen Arbeitsvertrag ab.

Krankenschein bei der Krankenkasse vorlegen

Auch die Krankenkasse erhält einen Durchschlag der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Die Krankenkasse prüft vom ersten Tag an, ob sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben. Außerdem mit der Krankenschein benötigt, damit der Arbeitgeber gegebenenfalls von der Krankenkasse einen Teil des Arbeitsentgelt ist erstattet bekommt. Gerade für kleinere Firmen ist dies eine große Erleichterung, denn diese erhalten bis zu 80% des Arbeitsentgeltes ist von der Krankenkasse erstattet.

Sind sie länger als 6 Wochen krank, wird der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung in der Regel einstellen, und dieser wird dann von der Krankenkasse übernommen.

Regelungen bei Erkrankung im Ausland

Die gleichen Regelungen gelten, sollte man im Ausland erkranken. Auch hier geht man zum Arzt und lässt sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Diese wird wahrscheinlich anders aussehen als die deutsche Variante, eventuell bekommen sie auch keine Durchschläge und müssen diese kopieren. Diese kopieren ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung reichen sie dann wiederum beim Arbeitgeber und bei der Krankenkasse ein Punkt

Sollten Sie während des Urlaubs erkranken, können Sie eventuell so auch Ihre Urlaubstage zurück bekommen. Die Urlaubstage sollen der Erholung dienen, und wenn sie im Urlaub erkranken, und sich dies vom Arzt bestätigen lassen, sollten Sie in der Regel ihren Urlaub zurück bekommen und später in Anspruch nehmen können.

Krankschreibung bei Wohnsitz im Ausland

Hierfür gibt es auch bereits ein rechtskräftiges Urteil eines Landessozialgerichtes. In diesem Fall klagte eine Busfahrerin, gegen ihre deutsche Krankenkasse. Als Grenzgängerin wohnt in dieser Busfahrer in Spanien und hat aber in Deutschland gearbeitet.

Obwohl die Krankenkasse anfangs kommt problemlos zahlte, wollte diese Nacht viereinhalb Monaten nicht mehr weiter zahlen. Dies war im Jahr 2011. Da Krankheitsverlauf der Bus fahren war durch den behandelnden Arzt lückenlos auch über eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abgedeckt. Die Busfahren legte zunächst Widerspruch ein, der abgelehnt wurde.

Auch das Sozialgericht Trier, lehnte die Klage der Busfahrerin zunächst ab. ein etwaiger Anspruch sei gemäß § 16 SGB V zum Ruhen gekommen.

Auch damit gab sich die Klägerin nicht zufrieden und klagte weiter vor dem Landessozialgericht. Hier wurde dann festgestellt dass das EU-Recht vor das Sozialgesetzbuch gehe. Das EU-Recht gab also der Klägerin recht.

Art. 21 Abs. 1 VO (EG) 883/04 geht § 16 SGB V vor. Eine in Deutschland getroffene Feststellung von Arbeitsunfähigkeit verliert grundsätzlich nicht dadurch ihre Wirkung, dass der Versicherte sich danach überwiegend im EU-Ausland aufhält.

Krankschreiben aus der Europäischen Union

Die Rechtsprechung innerhalb der Europäischen Union, ist für Arbeitnehmer eine recht positive Sache. Auch wenn man sich länger im europäischen Ausland aufhält, muss man nicht auf seine soziale Absicherung verzichten.
Detaillierte Infos, zum vor dem Landessozialgericht entschiedenen Fall, können Sie den oben eingefügten Video entnehmen. Dort wird noch einmal ausführlich erklärt, warum die Klägerin letztendlich nach europäischen Recht zu ihrem Krankengeld kam.

Freies Campen in Deutschland – der Paragraphendschungel

Möchte man in Deutschland wild campen bzw autarkes Camping betreiben, gilt es sehr viele Paragraphen zu beachten. Im heute vorgestellten Video beschäftigt sich DF-OutdoorVideos mit dem Paragraphendschungel und den verschiedenen Genehmigungen, die man für autarkes Camping einholen muss.

Im Video wird auf die einzelnen Gesetzestexte näher eingegangen. Interessant sind diese Gesetzestexte vor allem für Camper über 18 Jahre, die keinen Angelschein, Waffenschein , Jagdschein haben, oder über irgendwelche anderen Genehmigungen verfügen.

Gewisse Verbote in autarken Camping oder Wildcamping kann man umgehen, indem man sich vorab diverse Genehmigungen einholt. Doch das ist ein großer bürokratischer Aufwand, den die meisten wohl scheuen werden. Wenn man z.b. auf einem nicht genehmigten Campingplatz Feuer machen möchte, oder ein Zelt aufstellen möchte., braucht man hierfür eine Genehmigung.

Oft ist man aber unterwegs und und weiß am Morgen ja noch gar nicht, wo man sich am Abend aufhalten wird. Das Einholen einer Genehmigung entfällt hier also von vorne rein. Hinzu kommt noch, dass die Gesetzeslage in den verschiedenen Bundesländern auch nicht einheitlich geregelt ist. Es gibt EU-Vorgaben, die natürlich umgesetzt werden müssen. Aber die Bundesländer haben teilweise auch die Hoheit über ihre Verordnungen und nutzen diese natürlich auch.

So können im Video gewisse Dinge als verboten Angegeben werden, die dann in manchen Bundesländern aber erlaubt sind.

Die im Bio vorgestellten Gesetzestexte und Bestimmungen stellen keine Rechtsberatung dar. Rechtsberatung darf man in Deutschland nur, wenn man auch ein Rechtsanwalt ist. Die im Video gemachten Aussagen sind ohne Gewähr und nur vom Ersteller des Videos aus seiner Sicht befolgt die Regeln und Verordnungen.

In Kapitel 1 wird sich mit Verordnungen zu Waffen, Messern und Werkzeugen befasst.

Im Outdoorbereich hat man so gut wie immer ein Messer dabei, aber ist das überhaupt erlaubt? Was zählt hier noch als Haus als übliches Messer und was schon als Waffe. Geregelt ist das in Paragraph 1 Waffenschutzgesetz, Absatz 2:

Waffen sind tragbare Gegenstände,
a)
die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;
b)
die, ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die in diesem Gesetz genannt sind.
Ein normales Küchenmesser kann man von einem Messer, das als Waffe gilt, nur dadurch unterscheiden, dass es seinem Zweck nach nicht als Waffe gedacht war. Messer die beispielsweise eine feste Klinge länger als 12 cmoder einhändig festellbare Klinge haben, dürften laut Gesetz nicht mitgeführt werden.
Mehr und genaueres dazu finden Sie in oben eingefügtem Video.

Kapitel 2 Jagen und Fallen stellen

Zum Thema jagen und Fallenstein orientiert man sich im Video am Bundesland Bayern. Grundlage sind verschiedene Gesetze wie z.b. das Bundesjagdgesetz und das Landesjagdgesetz, in diesem Falle das bayerische Jagdgesetz. Dazu kommen noch Verordnungen zur Ausführung des bayerischen Jagdgesetzes. Die Regelung in den anderen deutschen Bundesländern sind recht ähnlich.

Nur wer ein Jagdrecht besitzt, darf auch jagen. In Paragraph 1 Jagdgesetz finden wir folgendes:
(1) Das Jagdrecht ist die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, (Wild) zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden.
(4) Die Jagdausübung erstreckt sich auf das Aufsuchen, Nachstellen, Erlegen und Fangen von Wild.
(5) Das Recht zur Aneignung von Wild umfaßt auch die ausschließliche Befugnis, krankes oder verendetes Wild, Fallwild und Abwurfstangen sowie die Eier von Federwild sich anzueignen.
(1) Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, sind:
1.
Haarwild
2.
Federwild

etc…

Bitte sehen Sie sich das ausführliche Video an, bevor Sie einen autarken Camping Trip planen. Es gibt wirklich vieles zu beachten.

  • Quelle: Youtube Video, Untertitel des oben aufgeführten Beitrages für Hörgeschädigte

Glyphosat – Gekaufte Wissenschaft & fragwürdige EU-Behörden

Im heutigen Videoberichte Dr. Peter Clausing, Toxikologe und Mitautor des Reports “Glyphosat und Krebs – gekaufte Wissenschaft”, von neuen Studien und Vertuschungen bei der Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in der EU.

Berichtet wird, von den von Monsanto angewandten Tricks und dem Beitrag der Behörden die Glyphosat unbedingt vor einem Verbot retten möchten. Doch was ist neu an den Hersteller Studien zu Glyphosat?

In den letzten Hersteller Studien wurde von Tumorarten berichtet, die man davor nicht entdeckt hatte. Z.b. für Schilddrüsenkrebs, Lungenkrebs, Leberkrebs Nierenkrebs und Magenkrebs.

Angesichts dieser neuen Erkenntnisse muss man die Gründlichkeit der Behörden hinterfragen, was die Bewertung von Glyphosat betrifft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung, sieht in den neuen Studien keine neuen Erkenntnisse.

Dr Clausen hält das für Unsinn, das BfR hätte in seinen Bericht zur Bewertung über diese erhöhten Tumor Ratte berichten müssen. BfR hat das allerdings nicht getan, das kann man auch nachlesen. Diese neuen Industrie Studien sind erst im Frühjahr 2017 zugänglich gemacht worden. Die Nach Auswertung dieser Studien ist auch erst im März und April 2017 erfolgt.

Dr Clausen wird gefragt, ob das BfR diese Daten einfach nicht zur Kenntnis genommen habe? Dr Clausen sagt daraufhin: Das BfR habe offenbar keine eigene Auswertung durchgeführt, sondern sich einfach komplett auf die Auswertung der Industrie zu Glyphosat verlassen. Das ist durchaus nicht neu, auch im Jahre 2015 wurde vom BfR eine Auswertung schon mal nicht mit der nötigen Gründlichkeit durchgeführt.

Dr Clausen wird weiterhin gefragt, wie es sich erklärt dass die europäischen bewertungs Behörden Glyphosat immer noch für unbedenklich halten? Die kalifornischen Behörden z.b. hätten wohl den Bericht der internationalen Krebs Agentur sehr ernst genommen. Die Krebs Agentur hat Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, und das wurde von den kalifornischen Behörden sehr ernst genommen. An und für sich wäre es logisch, ein Warnsignal auf die Etiketten zu bringen.

Die europäischen Behörden haben diese Einstufung nicht beachtet, das muss jetzt noch einmal beleuchtet werden. In der bisherigen Diskussion standen neun verschiedene Tumorarten gar nicht zur Debatte. Diese neun verschiedenen Tumorraten Haben europäische Behörden wie die europäische Chemikalienagentur Und die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht zur Kenntnis genommen.

Zumindest hätte man erwarten können, dass noch einmal eine neue Bewertung vorgenommen worden wäre, statt zu sagen das bisschen wir alles schon. Dr Clausen sagt, das können sie gar nicht gewusst haben.

Ein Teil des gemeinsamen Unionsrechts ist ist das Vorsorgeprinzip in der EU. Dieses Vorsorgeprinzip besagt an und für sich, dass bei begründetem Anlass zur Sorge das ein Mittel negative Folgen für Gesundheit von Mensch Tier oder Umwelt habe, verboten werden müsste. Bei einer begründeten Krebsverdacht sollte die Gesundheit der Bevölkerung oberste Priorität haben.

Die seit 2011 geltende Pestizidverordnung besagt an und für sich, dass alle Pestizide die Krebs auslösen können, verboten werden müssten. Obwohl alle Fakten für eine krebsauslösende Wirkung von Glyphosat sprechen, wurde die Zulassung innerhalb der EU um weitere Jahre verlängert.

 

Mehr erfahren Sie in oben eingefügtem Video.

  • Quelle: Youtube Video, Untertitel des oben aufgeführten Beitrages für Hörgeschädigte