Erneuerbare Energien europaweit auf dem Vormarsch

Immer mehr Menschen interessieren sich aus verschiedenen Gründen für das Thema erneuerbare Energien. Zum einen gehen Brennstoffe wie Erdöl oder Kohle langsam aber sicher aus. Zum anderen wird auch den letzten Skeptikern klar, dass der Kimawandel echt ist und wir etwas dagegen tun müssen.

Klimawandel und erneuerbare Energiequellen
Das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten, schmelzende Gletscher, Wetterextreme, Trockenheit und Überschwemmungen zwingen die Menschen dazu, sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz auseinanderzusetzten. Dazu gehört auch Energie sparen, was die Entwicklung erneuerbarer Energien vorantreibt.

Im Gegesatz zu fossilen Brennstoffen sind Sonne, Wind, Wasserkraft und Erdwärme klimafreundlich und fast unbegrenzt vorhanden. Doch leider nicht in allen Gebieten gleichermaßen. Aus diesem Grund sollte man alle Energiequellen nach geografischer Lage nutzen.

Gebäude sollte man mit Sonne, Holz und Erdwärme heizen. Auf keinen Fall durch Strom, denn das wäre Energieverschwendung und außerdem viel zu teuer. Elektroautos sollten ebenfalls nur mit Ökostrom fahren. Ansonsten wäre es ein großer Energieverlust und eine hohe Umweltbelastung.

Die Sonne als Energiequelle
Die Sonne dient den Geschöpfen der Erde schon seit Millionen von Jahren als unerschöpfliche Licht- und Energiequelle. Ein Leben ohne Sonne wäre nicht möglich und doch ist ihre Energie unerschöpflich und kostenlos.

Man ist schon längst auf die Idee gekomen, die Sonne als Energiequelle zu nutzen, doch erst seit Kurzem legen sich immer mehr Menschen eine Solarthermieanlage zu. Es werden immer mehr Häuser mit Hilfe der Sonne beheizt. Die von Solarkollektoren produzierte Wärme kann auch zum Duschen oder für die Waschmaschine genutzt werden.

Man kann auf zwei Arten Strom produzieren. Sonnenlicht wird direkt von Solarzellen in Strom umgewandelt. Wer diese Technik wählt, wird vom Staat durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz unterstützt. Doch solarthermische Kraftwerke sind in sonnenreichen Gebieten deutlich wirtschaftlicher. Große Spiegel bündeln das Sonnenlicht und wandeln es in Wärme um. Diesen Strom kann man über weite Strecken transportieren.

Der Wind als Energiequelle
Die Menschen erkannten schon im Mittelalter, dass man den Wind als Energiequelle nutzen kann. Schon damals gab es Windmühlen, mit denen man Korn mahlte. Die modernen Windmühlen sind technisch ausgefeilter. Obwohl der Wind eine wunderbar nützliche und vor allem kostenlose Energiequelle ist, gibt es einen Nachteil: Er weht nicht ständig.

Doch dank den Vorhersagen der Meteorologen können sich Stromhändler auf diese Tatsache einstellen. Außerdem können Verluste durch Wind- und Wasserstrom aus anderen Regionen wieder ausgeglichen werden.

Deutschland gehört zwar nicht zu den windreichsten Ländern, aber trotz dieser Umstände ist Deutschland der Windenergieweltmeister. Alte Anlagen werden durch neue, leistungsstärkere ersetzt und man baut Offshore-Windparks an der Küste.

Erdwärme als Energiequelle
Erdwärme wird noch nicht so oft wie die Sonne oder der Wind zum Gewinn an Energie genutzt. Es fehlt noch an den nötigen Erfahrungen. Trotzdem schätzt man das Potenzial als enorm hoch ein. Natürlich hängt die Nutzung der Erdwärme von den geologischen Voraussetzungen ab.

Der flüssige Kern erwärmt die Erdkruste, also sind die jahreszeitliche Schwankungen in 10 bis 20 Metern Tiefe nicht mehr zu spüren. Genau diese Wärme wird genutzt, um Strom zu erzeugen und Gebäude zu heizen. Es werden im Boden Erdwärmesonden vergraben. Doch die Erdwärme kann man auch nutzen, um die Straßen eisfrei zu halten.

Biomasse als Energiequelle
Energie kann man auch aus Rohstoffen, die nachwachsen, gewinnen. Bekannt ist beispielsweise die Energie, die beim Verbrennen von Mais, Weizen, Raps oder Gras entsteht. Außerdem gewinnt man flüssige Brennstoffe aus Zuckerrohr oder aus Raps- und Sonnenblumenöl.

Biomasse ist eine wichtige erneuerbare Energiequelle, denn sie kann gespeichert werden. Doch die Anbauflächen sind begrenzt.