Förderprogramme

EU Fördermittel – Corona Krise 2020

In der Corona Krise gibt es für kleinere, wie mittelständische Unternehmen, die Möglichkeit Überbrückungsgelder zu beantragen. Auch uneigennützige Unternehmen können diese Hilfe erhalten. So sollen diese Gelder helfen Umsatzrückgänge abzumildern. In diesem Fall handelt es sich um ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern mit einem Gesamtvolumen von rund 24,6 Milliarden Euro.

Der Antrag auf diese Überbrückungshilfe wird demnach digital gestellt und anschließend eingereicht. Nur in Zusammenhang mit einem Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer lässt sich zudem ein solcher Antrag in die Wege leiten.

Antragsberechtigte und Antragsvoraussetzungen für Überbrückungshilfe

Antragsberechtigt sind in diesem Falle Firmen aller Wirtschaftsbereiche. Dazu zählen ebenfalls Sozialunternehmen, sowie Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion, aber ebenso Solo-Selbständige und Freiberufler, sofern diese

  • wirtschaftlich und demnach dauerhaft am Markt tätig sind. Das heißt, spätestens am 31. Oktober 2019 gegründet wurden und sich nicht bereits Ende Dezember 2019 in finanzielle Schwierigkeiten befunden haben.
  • In den letzten zwei Jahren zwei der folgenden Kriterien nicht überschritten haben: 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt, 43 Millionen Euro Bilanzsumme, 50 Millionen Umsatzerlöse
  • Im April, wie Mai 2020 einen Mindestumsatzrückgang von 60% gegenüber dem April und Mai 2019 zu verzeichnen hatten. Lediglich Unternehmen, die stark saisonal abhängig sind, können in diesem Fall mit einer Ausnahme rechnen.
  • Im Inland beschäftigt sind, bei einem deutschen Finanzamt gemeldet sind und in Bayern ertragssteuerlich geführt sind.

Erstattungsfähig sind hier allerdings nur fortlaufende Kosten, also betriebliche Fixkosten, wie Miete, Pacht, Grundsteuern, Wasser, Strom und Ähnliches. So beträgt der maximale Erstattungsbetrag pro Monat für Selbständige, Freiberufler und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten 3.000 Euro. Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigen können 5.000 Euro monatlich und alle übrigen Firmen 50.000 Euro.

Welche Hilfspakete gibt es von der EU?

Folgende EU Fördermittel gibt es jetzt in der Corona Krise:

  1. Liquiditätshilfe

Das sogenannte KfW Sonderprogramm unterstützt Firmen, die wegen der Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Kleine, mittelständische, aber auch größere Unternehmen können über ihre Hausbank Anträge stellen.

  1. Kurzarbeitergeld

Mittels Kurzarbeitergeld können die Ausfälle des monatlichen Lohns der Kurzarbeiter teilweise wieder ausgeglichen werden.

  1. Steuerstundung

Bedeutet die Zahlung des Steuerberaters eine erhebliche Belastung, kann der Steuerpflichtige beim Finanzamt eine volle oder teilweise Stundung beantragen.

  1. Steuerlicher Verlustrücktrag als Liquiditätshilfe

Ist im Jahr 2020 ein Verlust entstanden, kann dieser eigentlich erst nach Veranlagungsabschluss  für 2020 nach 2019 rückgetragen werden. Firmen, die aufgrund von Corona für das Jahr 2020 enorme Verluste erwarten, können aber zur Verbesserung ihrer Liquidität nun auf Antrag einen pauschal festgelegten Verlust schon unterjährig nach dem Jahr 2019 beantragen, wenn sie möchten.

Wer kann in der Corona Zeit Fördermittel beantragen?

Es stehen Milliarden Hilfsprogramme für alle Unternehmen jeder Größe einschließlich Selbständiger zur Verfügung. Auch steuerliche Liquiditätshilfen liegen bereit. Das Kurzarbeitergeld hingegen kann flexibilisiert werden.

Fazit: Auch in der Corona Krise werden Unternehmen, wie Selbständige nicht völlig im Stich gelassen. Durchaus stehen Betroffenen EU Fördermittel zu, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, so dass das Unternehmen auch in dieser schweren Zeit überleben kann. Meist ist das Stellen eines solchen Antrags auch gar nicht so schwer und kann unter Umständen sogar online vorgenommen werden.

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