Kompressionsstrumpf/ Stützstrumpf…nur was für „Alte“ ?

Kompressionsstrümpfe/ Stützstrümpfe tragen? Ich bin doch noch keine 60? Sieht doch peinlich aus….dachte ich zumindest.

Nun, das ein gewisser Gesundheitsfaktor dahinter steckt, war mir schon klar. Aber dass ich (keine 40 Jahre) so was tragen sollte, hätte ich nicht gedacht. Wir wissen mittlerweile durch verschiedene Wissenschaftsportale, dass ca. 90% aller erwachsenen Deutschen Probleme mit den Beinvenen haben und noch nicht einmal 15% dies wirklich registrieren bzw. sich behandeln lassen?

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Ein Bespiel: die Venenthrombose. Hier kommt es durch mehr oder weniger komplizierte Prozesse in den Beinen, zum Blutstau, was wiederum zum “Verklumpungen” des Blutes, was zu Ödemen (Wassereinlagerungen) und Krampfadern (knotig erweiterte Venen) und im schlimmsten Fall zum Schlaganfall bzw. Verstopfung der Lungenkapillaren (so genannten Lungenembolien) führen kann.

Und wie können uns Kompressionsstrümpfe/ Stützstrümpfe helfen? Ganz einfach: In unserem Körper befinden sich Venen, in denen Blut aufwärts gepumpt wird. Da das gegen die Erdanziehungskraft geschieht, braucht es, neben der “Sogleistung” des Herzens, zwei Gegebenheiten: Erstens 2 Pumpen die Druck auf die Venen ausüben, damit das Blut nach oben befördert werden kann – nämlich Sprunggelenk und Wadenpumpe – oft zusammengefasst zur so genannten Muskelpumpe. Durch Bewegung werden beide aktiviert und können so Prozesse einleiten, die zu beschreiben der Absatz einfach nicht ausreichend ist. Nehmen wir es also kurz als gegeben hin, dass unzureichende Bewegung und falsches Schuhwerk (Stöckelschuhe!) einige der Gründe für eine Minderung der Leistung der Arbeitsfähigkeit dieser Pumpen sind. Der medizinische Kompressionsstrumpf stellt den Druck zu einem gewissen Maße wieder her, kann so mangelnde Bewegung partiell ausgleichen und Blutstau in den Venen vorbeugen oder diesen gar abbauen.

Und zweitens die Venen selber – oder besser gesagt ihr Inneres. Dort befinden sich die sogenannten Venenklappen. Ist die Vene zu stark überdehnt (z.B., neben krankhaften Veränderungen, auch durch Blutrückstau in die Venen), greifen diese winzigen Flügel nicht mehr ineinander, und Krampfadern sind die Folge. Auch hier können Kompressionsstrümpfe helfen, die Venen so sehr einzuengen, dass die Klappen nun doch wieder fassen und der Blutstrom nach oben geleitet wird. Außerdem hilft der aufgebaute Druck Gewebsflüssigkeit abzubauen.

Insgesamt kann man die Kompression mit der Einengung eines Flussbettes vergleichen. Mindert man die Breite, fließt das Wasser schneller und besser.

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