Zahlreiche Vereine sind oftmals knapp bei Kasse. Sowohl die Mitgliedsbeiträge, als auch die Spenden reichen meist nicht aus, um den finanziellen Bedarf abzudecken. Somit sind Fördergelder häufig die einzige Möglichkeit, um größere Aufwendungen, wie Vereinsstätten-Renovierungen und Ähnliches bezahlen zu können.
Wofür lassen sich EU Fördermittel in diesem Bereich beantragen?
Während die Einnahmen durch Eintrittsgelder und Mitgliedsbeiträge eher klein ausfallen, beträgt die EU Fördermittel Höhe häufig gleich mehrere tausend Euro. Diese Zuwendungsart eignet sich deshalb besonders gut für Ausgaben, die ansonsten die finanziellen Möglichkeiten der Vereine übersteigt.
Im Grunde sind also fast sämtliche Bereiche, die es so rund um das Vereinsleben gibt auch förderfähig. Demnach kann, beispielsweise, der laufende Vereinsbetrieb gefördert werden oder aber man beantragt diese Fördermittel um Personalkosten zu bezuschussen. Ebenso lässt sich mit dem Geld aber ebenfalls ein bestimmtes Vereinsprojekt fördern oder Baumaßnahmen bezuschussen.
Wer außer der EU vergibt noch Fördergelder
Eine etwas genauere Suche nach der passenden Institution macht auch hier stets Sinn. Schließlich lässt sich auf diese Weise eine eventuelle Bewilligung oder auch Ablehnung im Vorfeld herausfinden. In der sogenannten Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gibt es stets einen Überblick über die genauen Projekte des Bundes der EU, des Bundes, sowie der Länder, die gefördert werden.
Außerdem gibt es dann noch zahlreiche Stiftungen die sich ebenfalls das Ziel gesetzt haben gemeinnützige Vereine finanziell unter die Arme zu greifen. Demnach können Vereine nicht nur Glück haben und Gelder aus dem EU Fördertopf erhalten, sondern ebenso weitere Institutionen finden, die Fördermittel für Vereine bereitstellen.
Das CERV-Programm: Direkte EU Fördermittel für gemeinnützige Vereine
Das EU-Programm „Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte“ (Citizens, Equality, Rights and Values, kurz CERV) stellt eine der zentralen Anlaufstellen für EU Fördermittel für gemeinnützige Vereine dar. Im Gegensatz zu den Strukturfonds wird CERV direkt von der Europäischen Kommission verwaltet und zielt darauf ab, bürgerschaftliches Engagement, Demokratiebildung und den Schutz von Grundrechten zu stärken. Vereine, die Projekte im Bereich der Geschichtswerkstatt, Städtepartnerschaften oder Antidiskriminierungsarbeit planen, finden hier maßgeschneiderte Aufrufe (Calls for Proposals). Da die Antragswege bei CERV weniger bürokratische Hürden auf nationaler Ebene aufweisen als bei regionalen Fonds, bietet dieses Programm eine attraktive Chance für Organisationen, die europäische Werte auf lokaler Ebene fördern möchten.
Finanzierungssicherheit: Kofinanzierung und Eigenanteile meistern
Ein kritischer Aspekt bei der Beantragung von EU Fördermitteln für gemeinnützige Vereine ist die geforderte Kofinanzierung. In der Regel deckt die EU nicht 100 % der Projektkosten ab, sodass Vereine einen Eigenanteil von meist 10 % bis 20 % leisten müssen. Dieser kann durch Mitgliedsbeiträge, Spenden oder Drittmittel von nationalen Stiftungen (z. B. Aktion Mensch oder die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) erbracht werden. Wichtig ist zudem die Unterscheidung zwischen Personalkosten und Sachausgaben, da einige Programme auch unbare Eigenleistungen, wie etwa ehrenamtliche Arbeitsstunden, unter strikten Auflagen anerkennen. Eine solide Finanzplanung im Vorfeld ist daher unerlässlich, um die Liquidität des Vereins während der Projektlaufzeit nicht zu gefährden.
Vernetzung als Erfolgsschlüssel: Transnationale Partnerschaften aufbauen
Die meisten Programme für EU Fördermittel für gemeinnützige Vereine setzen voraus, dass ein Projekt einen „europäischen Mehrwert“ bietet, was häufig durch transnationale Kooperationen realisiert wird. Ein Verbundprojekt erfordert in der Regel Partner aus mindestens zwei oder drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten. Für kleine Vereine mag dies zunächst einschüchternd wirken, doch Portale wie das „Funding & Tenders Portal“ der EU bieten spezielle Partner-Matching-Tools an. Durch die Zusammenarbeit mit Organisationen im EU-Ausland profitieren Vereine nicht nur von einer höheren Bewilligungschance, sondern auch von einem wertvollen Wissensaustausch über nationale Grenzen hinweg. Der Aufbau dieser Netzwerke sollte frühzeitig beginnen, um die Qualität des gemeinsamen Projektantrags sicherzustellen.
Wie sollte ein gemeinnütziger Verein EU Fördermittel beantragen?
Jeder Zuschuss, so auch bei den EU Fördermitteln für Vereine, setzt stets voraus, dass ein Förderantrag gestellt wird. Bei zahlreichen Anbietern dieser Art ist es heute natürlich Gang und Geben, dass dieser auch bequem online ausgefüllt und versendet werden kann. Weitaus komplizierter wird es hingegen, wenn das Ganze ohne eine konkrete Vorlage in die Wege geleitet werden muss.
Viele Milliarden Euro fließen aber jedes Jahr aufs Neue in die sogenannten Brüsseler Fördertöpfe. Durch verschiedene Förderprogramme stellen diese Gelder für die Umsetzung von von diversen Projektvorhaben zur Verfügung.
Was genau fördern EU Fördermittel bei gemeinnützige Vereine?
Transnationale Projekte in den verschiedensten Bereichen werden von der EU gefördert. Dies passiert in der Regel durch Zuschüsse, die nicht wieder zurückgezahlt werden müssen. Für einige gibt es sogar ein ganz eigenes Förderprogramm. Hinzu kommen dann noch die Querschnittsprogramme, die ebenfalls Fördermöglichkeiten, wie Fördergelder für gemeinnützige Vereine zur Verfügung stellen. Wissenswert ist hier allerdings, dass in diesem Fall nur neue Projekte finanzielle unterstützt werden. Bereits Laufende gehen leider leer aus.
Was gilt es bei der Beantragung von EU Fördermitteln zu beachten?
Das jeweilige Projekt muss stets eine europäische Dimension haben. Zahlreiche gemeinnützige Vereine sind sich allerdings kaum bewusst, dass sie an europäischen Themen arbeiten. Vor allem Projekte in den Bereichen Soziales, bürgerschaftliches Engagement, sowie Jugend machen keineswegs an den nationalen Grenzen halt und können demnach recht einfach in einen europäischen Kontext gestellt werden.
Warum also nicht einfach mal mit anderen europäischen Partnern austauschen und die Herausforderung zusammen angehen? Genau für diesen Austausch gibt es doch schließlich EU Fördermittel für gemeinnützige Vereine.
Fazit:
EU Fördermittel für Vereine kann im Grunde jeder bekommen, der es wagt einen Antrag zu stellen. Nicht selten reichen Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eintrittsgelder schließlich nicht aus, um höhere Ausgaben zu tätigen. Mit Hilfe von EU Fördergeldern hingegen sind auch größere Ausgaben wieder möglich.
FAQ
Werden EU Fördermittel für gemeinnützige Vereine direkt ausgezahlt?
Die Auszahlung erfolgt je nach Programm entweder direkt durch die EU-Kommission oder über nationale Agenturen in den Mitgliedstaaten. Meist erhalten Vereine eine Vorfinanzierung, während die finale Restzahlung erst nach Prüfung des Verwendungsnachweises geleistet wird.
Können auch kleine Vereine von der EU gefördert werden?
Ja, insbesondere Programme wie Erasmus+ (Kleinerzügige Partnerschaften) sind speziell darauf ausgelegt, kleineren Organisationen den Zugang zu Europa zu erleichtern. Diese Anträge sind weniger komplex und erfordern geringere Kapazitäten in der Verwaltung.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Förderung?
Direkte Förderung wird zentral von Brüssel vergeben, während indirekte Förderung (Strukturfonds wie EFRE) über die jeweiligen Bundesländer verteilt wird. Vereine müssen daher prüfen, ob ihr Ansprechpartner in Brüssel oder im zuständigen Landesministerium sitzt.
Müssen EU-geförderte Projekte immer international sein?
Nicht zwingend, aber viele Programme verlangen für eine positive Bewertung die Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen EU-Ländern. Projekte im Rahmen der Regionalförderung (ESF+) können hingegen rein lokal wirken, sofern sie die EU-Ziele vor Ort unterstützen.
Welche Kosten übernimmt die EU bei einem Vereinsprojekt?
Förderfähig sind in der Regel Personalkosten, Reisekosten, Raummieten und notwendige Sachausgaben für die Projektdurchführung. Investitionskosten wie der Bau eines Vereinsheims werden nur in sehr spezifischen regionalen Förderprogrammen bezuschusst.
Wo finden Vereine aktuelle Ausschreibungen für Fördermittel?
Die zentrale Anlaufstelle ist das elektronische „Funding & Tenders Portal“ der Europäischen Kommission. Zudem bieten nationale Kontaktstellen (National Contact Points) Beratungen und Übersichten zu den aktuellen Fristen an.
Wie hoch ist der bürokratische Aufwand für einen EU-Antrag?
Der Aufwand ist vergleichsweise hoch, da detaillierte Zeitpläne, Budgetierungen und später präzise Belege für jede Ausgabe eingereicht werden müssen. Vereine sollten daher unbedingt administrative Ressourcen für das Projektmanagement einplanen.
Was passiert, wenn das Projektziel nicht erreicht wird?
Sollten die im Antrag definierten Ziele ohne triftigen Grund nicht erreicht werden, kann die EU die Mittel kürzen oder zurückfordern. Eine transparente Kommunikation mit dem Fördermittelgeber bei Problemen ist daher während der Laufzeit zwingend erforderlich.
Gibt es Beratungschancen für die Antragstellung?
In Deutschland bieten Organisationen wie die EU-Service-Agentur oder spezialisierte Fördermittelberater Unterstützung bei der Konzepterstellung an. Auch die Dachverbände der Wohlfahrtspflege halten oft eigene Abteilungen für EU-Angelegenheiten bereit.
Wie lange dauert es von der Antragstellung bis zur Bewilligung?
Im Durchschnitt sollten Vereine mit einer Vorlaufzeit von sechs bis neun Monaten zwischen Einreichung und Vertragsunterzeichnung rechnen. Aufgrund dieser Dauer ist eine langfristige strategische Planung der Vereinsaktivitäten notwendig.
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